Mehr Komfort im Schlafzimmer

Bett in ein Boxspringbett umbauen – so funktioniert es

Wuchtig, weich und wohlig warm – so sieht ein typisches Boxspringbett aus. Die üppige Polsterung aus übereinandergestapelten Matratzen und Auflagen strahlt Gemütlichkeit aus und fügt sich durch die Gestaltungsvarianten des Bezugsstoffes perfekt in jedes Wohnambiente ein. Wir zeigen Ihnen wie Sie ein herkömmliches Bett in ein Boxspringbett umbauen!

 
Boxspringbett © dglimages - stock.adobe.com
Wie lässt sich ein herkömmliches Bett in ein Boxspringbett umbauen?

Ursprünglich aus den Vereinigten Staaten stammend, gewinnen Boxspringbetten zunehmend auch hierzulande an Popularität. Wer gern den Komfort des luxuriösen Bettmodells genießen möchte, ohne sich gleich ein neues Möbelstück zulegen zu müssen, kann aufrüsten: Mit wenigen Mitteln entsteht auf der Basis eines vorhandenen Bettgestelles ein Boxspringbett. Hier erfahren Sie, welche Vorteile die amerikanischen Betten aufweisen und welche Module für einen Umbau im Schlafzimmer nötig sind.

Charakteristisch für ein Boxspringbett ist vor allem die eindrucksvolle und gemütliche Erscheinung des Möbelstückes. Da Box, Matratze und Rückenteil meist im selben Stoff bezogen sind, bestehen zahlreiche farbliche und ornamentale Gestaltungsvarianten, die individuell auf den Wohnstil abgestimmt werden können.
 

Boxspringbetten – Was zeichnet diese aus?

Boxspringbetten unterscheiden sich in ihrer Konstruktion von den traditionellen mitteleuropäischen Modellen, in denen eine Matratze auf einem Lattenrost aufliegt. Charakteristisch für die amerikanische Variante des Schlafmöbels ist der Aufbau in drei Schichten – Box, Matratze und Topper:

  • Die Box: Das Boxspring, kurz Box genannt, ist die spezifische Unterkonstruktion des Boxspringbettes, die auch als Federkernbox oder Federrahmen bezeichnet wird. Es handelt sich dabei um einen Holzrahmen, in dem sich ein Metallfederkern befindet. Dieser Unterbau steht auf etwa 20 cm hohen Beinen, um die Luftzirkulation und die Feuchtigkeitsregulation des Bettes zu gewährleisten und Schimmelbildung zu verhindern. Insgesamt übernimmt die Box als federnde Unterkonstruktion die gleiche Funktion wie ein Lattenrost in einem traditionellen Bett.
  • Die Matratze: In Boxspringbetten können Matratzen verschiedener Typen genutzt werden, etwa Federkern- oder Tonnentaschenfederkernmatratzen, Exemplare aus Kaltschaum oder solche aus Latex. Die Matratze wird direkt auf die Box aufgelegt. In Doppelbetten können auch zwei Einzelmatratzen genutzt werden. Wichtig ist, dass Box und Matratze in den Abmessungen deckungsgleich und in der Federung aufeinander abgestimmt sind.
  • Der Topper: Ein Topper ist die dünne Auflage, welche die oberste Lage des Boxspringbettes bildet. Die verwendeten Materialien sind Kaltschaum oder Viscoschaum, welche in einer 4 bis 10 cm starken Matratze verarbeitet sind.
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Mit ihrem spezifischen Aufbau bieten Boxspringbetten gegenüber den traditionellen Bettgestellen einige Vorzüge, weisen jedoch auch ein paar Schwächen auf.
 

Vorteile von Boxspringbetten:

  • Höhere Lage: Die drei Lagen eines Boxspringbettes erreichen eine Höhe, die ein komfortables Hinlegen und Aufstehen ermöglicht.
  • Mehr Komfort: Im Gegensatz zu einem Lattenrost mit Querstreben ermöglicht der Federkern eines Boxspring-Unterbaus eine punktgenaue Druckverteilung. Die vielen Schichten von Federn und Auflagen sorgen für ein besonders weiches Liegeerlebnis und eine starke Wärmeisolation.
  • Perfektes Paket: Da beim Boxspringbett Unterkonstruktion und Matratze aufeinander abgestimmt sind, entfällt es, selbst nach der idealen Kombination aus Lattenrost und Matratze suchen zu müssen.

 

Nachteile von Boxspringbetten:

  • Hohe Wärmeentwicklung: Schläfer, die es eher kühl mögen, können Boxspringbetten als zu warm empfinden.
  • Luftaustausch: Um den Feuchtigkeitsabtransport aus dem vielschichtigen Bettenaufbau zu gewährleisten, muss auf ausreichendes Lüften geachtet werden.
  • Unhandlichkeit: Im Allgemeinen sind Boxspring-Konstruktionen groß und sperrig, so dass sie bei Umzügen schwierig zu transportieren sind.

 

 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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Normales Bett zu Boxspringbett umbauen: Schritt für Schritt

Um das spezielle Liegegefühl eines Boxspringbettes erleben zu können, muss man nicht gleich das gesamte Bett austauschen. Mit einigen Mitteln lässt sich auch ein herkömmliches Bettgestell, welches auf den Einsatz von Lattenrosten ausgelegt ist, zu einem Boxspringbett umrüsten. Der Umbau bezieht sich vor allem auf den Austausch der Unterkonstruktion. Der bekannte Lattenrost wird durch eine Federkernbox ausgetauscht.
 

1. Unterkonstruktion austauschen

Speziell für traditionelle Bettgestelle gibt es Federkernboxen zum Einlegen. Dafür wird einfach der Lattenrost des Bettes herausgenommen und die Box anstelle dessen eingelegt. Wichtig ist hierbei, dass das Bettgestell mindestens eine Einlegetiefe von 16 Zentimetern aufweist. Bei einem Doppelbett werden zwei Einzelboxen eingelegt.
 

2. Matratze einsetzen

Grundsätzlich lässt sich die ehemals auf einem Lattenrost genutzte Matratze auch wieder auf einem Boxspringbett weiternutzen, sofern sie noch nicht durchgelegen ist. Bei der Wahl der Matratze sollte grundsätzlich verschiedene Liegezonen geachtet werden. Unterschiede in der Materialstruktur lassen Schulter- und Beckenbereich stärker einsinken und gewährleisten eine ergonomische Schlafposition.

Zusätzlich sollte das Material eine hohe Punktelastizität aufweisen, was bei Tonnentaschenfederkernmatratzen, Kaltschaum und Latex der Fall ist. Wenn sich die Nutzer eines Doppelbettes stark im Gewicht unterscheiden, wählt man zwei Einzelmatratzen mit unterschiedlichem Härtegrad.
 

3. Die richtige Auflage wählen

Der Topper trägt durch sein Material entscheidend zum Liegegefühl in einem Boxspringbett bei. Komfort- oder Kaltschaum sind für Schläfer geeignet, die sich im Schlaf viel bewegen und vermehrt schwitzen, da das Material sich an Positionsveränderungen leicht anpasst und keinen Wärmestau bildet. Ruhige Schläfer, die gern weich liegen und tiefer in das Bett einsinken möchten, wählen am besten einen Topper aus Viscoschaum.

Tipp: Um eine optimale Hygiene zu garantieren, sollte der Schutzbezug des Toppers abnehmbar sein und bei 60 Grad in der Maschine gewaschen werden dürfen.

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