Schritt-für-Schritt Anleitung

Die total verrückte Schokokuss-Wurfmaschine

Kinder lieben sie, diese Katapulte, die Süßigkeiten durch die Luft schleudern – und Eltern haben so oft bei uns danach gefragt, dass wir sie für Sie gebaut haben: die Schokokuss-Wurfmaschine! Wir zeigen Ihnen mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung, wie sie die Maschine ganz einfach selbermachen können.

 
Schokokuss-Wurfmaschine im Einsatz © Oliver Breitwieser
Schokokuss-Wurfmaschine im Einsatz

Die Schokokuss-Wurfmaschine bietet Kindern unglaublich viel Spaß. Natürlich ist das Risiko aber hoch, dass die Schokoküsse im Rasen, auf der Kleidung oder im Gesicht Ihrer Kinder landen. Falls Sie also Bedenken dabei haben, dass Ihre Kinder mit unverpackten Lebensmitteln spielen, können Sie die Schaumküsse ganz einfach ersetzen, zum Beispiel durch kleine Gummibärchen-Packungen oder andere verpackte Süßigkeiten. So bleiben sowohl die Kleidung als auch die Süßigkeiten garantiert sauber.

Aber egal, welche Süßigkeiten damit durch die Luft geschleudert werden, die Schokokuss-Wurfmaschine lässt sich auf jeden Fall ganz einfach selbermachen. Wir zeigen, wie.

©Oliver Breitwieser

Der Arbeitsaufwand für die Wurfmaschine hält sich in Grenzen, denn man kann sie innerhalb eines Nachmittags gut bauen.

Für die Herstellung benötigen Sie ein paar Platten Birkenmultiplex, etwas Kiefernvierkantholz, Buchenholzrundstäbe, zwei Räder und gut 4 Meter vom 4 mm dicken Gummiseil sowie eine rote Polystyrolplatte. Das bekommen Sie alles im Baumarkt. Die bunten Punkte und der Belag der Zielscheibe sind aus Moosgummimatten, die man im Bastelbedarf bekommt. Wir wünschen viel Spaß beim Schaumküssen und schusssichere Kleidung!

Maße der Schokokuss-Wurfmaschine

Der Schokokuss fliegt bei einer Vierfachwicklung des Gummiseils (mit einer Länge von etwa 120 cm) je nach Schokokussmodell zwischen 3,5 und 4,5 Meter. Dies gilt es bei dem Wurfspiel zu berücksichtigen, damit nichts ins Auge geht!

©Tillman Straszburger

Schokokuss-Wurfmaschine selber bauen: Anleitung

  1. Material für die WurfmaschineMaterial für die Wurfmaschine© Oliver Breitwieser

    Material für die Wurfmaschine

    Das Material: Birkenmultiplex (15 mm), Rundstäbe, Räder, Filz und 4 m Gummiseil.
  2. Form übertragenForm übertragen© Oliver Breitwieser

    Form übertragen

    Zeichnen Sie sich die Form der Katapultseiten auf ein Stück festes Papier, und übertragen Sie diese dann auf die Multiplexplatten, um zwei identische Bauteile zu erhalten.
  3. Löcher bohrenLöcher bohren© Oliver Breitwieser

    Löcher bohren

    Mit einem Forstnerbohrer werden die Löcher für die Gummiseilverspannung ausgeführt, um die Schussweite zu regulieren.
  4. Aussparungen aussägenAussparungen aussägen© Oliver Breitwieser

    Aussparungen aussägen

    Die Aussparungen aussägen und anschließend die Kanten mit einem Dreieckschleifer glätten.
  5. Bauteile verschraubenBauteile verschrauben© Oliver Breitwieser

    Bauteile verschrauben

    Die Bauteile werden verschraubt. Rechtwinklige Holzreste sorgen als Zulage dafür, dass alles rechtwinklig verbunden wird. Danach die Kanten glätten.
  6. Sägelinie-Einschnitte ausführenSägelinie-Einschnitte ausführen© Oliver Breitwieser

    Sägelinie-Einschnitte ausführen

    Wurf- und Zielscheibenarm werden geschwungen ausgesägt: Dazu quer zur Sägelinie-Einschnitte ausführen.
  7. Arme schleifenArme schleifen© Oliver Breitwieser

    Arme schleifen

    Anschließend entlang der aufgezeichneten Linie sägen. So verhindern Sie, dass das Sägeblatt schräg wegläuft. Danach werden die beiden Arme glatt geschliffen.
  8. Rundstab zusägenRundstab zusägen© Oliver Breitwieser

    Rundstab zusägen

    Mit der Feinsäge die Rundstäbe zusägen und ...
  9. Bohrungen ausführenBohrungen ausführen© Oliver Breitwieser

    Bohrungen ausführen

    ... die Bohrungen um 45 Grad versetzt ausführen.
  10. Zielscheibe aussägenZielscheibe aussägen© Oliver Breitwieser

    Zielscheibe aussägen

    Die Zielscheibe aussägen und an den Arm schrauben.
  11. Dübel einleimenDübel einleimen© Oliver Breitwieser

    Dübel einleimen

    Hier sehen Sie, wie im nächsten Schritt die Dübel eingeleimt werden.
  12. Heck verbindenHeck verbinden© Oliver Breitwieser

    Heck verbinden

    Das Heck wird mit sämtlichen Rundstäben (verschraubt) und Drehachsen (gesteckt) verbunden.

Die Schokokuss-Wurfmaschine ist schon fast feritg, es fehlen nur noch wenige Schritte. Weiter geht es mit dem Wurfarm.

Alles bereit zum Abschuss!

  1. Loch bohrenLoch bohren© Oliver Breitwieser

    Loch bohren

    Mit einer Lochsäge wird in den Trägerlöffel des Wurfarms ein so großes Loch gebohrt, dass darin das gewünschte „Schussmaterial“ hineinpasst.
  2. Filz befestigenFilz befestigen© Oliver Breitwieser

    Filz befestigen

    Von der Rückseite wird dann ein Stück Filz aufgenagelt. Dieser Trägerlöffel legt die Position des Projektils fest und gibt ihm in der Beschleunigungsphase seitlichen Halt.
  3. Trägerlöffel befestigenTrägerlöffel befestigen© Oliver Breitwieser

    Trägerlöffel befestigen

    Der Trägerlöffel wird mit Montagekleber und Schrauben befestigt.
  4. Holzräder befestigenHolzräder befestigen© Oliver Breitwieser

    Holzräder befestigen

    Die Holzräder (von Hettich) mit der drehenden Achse werden vorn am Katapult mit Montagekleber befestigt. Eine Unterlegscheibe auf der Achse sorgt für genügend Distanz, sodass sich das Rad frei drehen kann.
  5. Gummiseile beträufelnGummiseile beträufeln© Oliver Breitwieser

    Gummiseile beträufeln

    Wenn Gummiseile geschnitten werden, fasern sie schnell aus. Dies lässt sich prima unterbinden, indem Sie die Schnittstelle zuvor mit Sekundenkleber beträufeln.
  6. Gummiseile abschneidenGummiseile abschneiden© Oliver Breitwieser

    Gummiseile abschneiden

    Kleber aushärten lassen und dann schneiden!

Schussweite erhöhen

Sie können die Schussweite der Schokokuss-Wurfmaschine jederzeit ganz bequem verändern. Dazu müssen Sie nicht einmal den Knoten öffnen, sondern Sie können einfach einen Holzklotz (am besten mit Einkerbung) einspannen. Der erhöht die Seilspannung und dadurch auch die Schussweite.

Flugbahn verändern

Die drei Bohrungen nehmen die Gummiseile für den Bremsvorgang auf. Wird der Wurfarm früh gestoppt, fliegt der Schokokuss hoch, weniger weit und kann leichter gefangen werden. Nutzt man die Bohrungen, die näher zur Frontplatte liegen, so wird der Schokokuss länger beschleunigt und der Wurfarm erst in fast senkrechter Position gestoppt. Bei dieser Einstellung ist das Projektil schneller und direkter. Also eher etwas für Schokokuss-Profis!

Transport und Handhabung

Die Schokokuss-Wurfmaschine ist leicht und handlich. Doch wer sie nicht tragen möchte, kann den Ziehgriff und die Gummiräder, die sich vorn am Katapult befinden, benutzen.

©Oliver Breitwieser

Zur Vorbereitung wird der Wurfarm heruntergedrückt und unter den kleinen Zapfen am Zielscheibenarm geklemmt. Da der Zielscheibenarm mit einem Gummiseil unter Spannung steht, wird der Wurfarm so lange gehalten, bis der Zielscheibenarm nach hinten gedrückt wird.

Nun ist die Schokokuss-Wurfmaschine fertig. Natürlich können Sie sie noch nach Belieben anmalen oder verzieren. Und dann steht einem lustigen Nachmittag nichts mehr im Wege! 

Ein weiteres Kinderspielzeug zum Selbermachen: Mit dieser Anleitung können Sie selbst ein Holzpferd bauen.

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