Zeitsparend und individuell

Wände mit Mineralputz gestalten

 Nicht nur für den Neubau, sondern auch für Modernisierungen sind Mineralputze eine einfache und zeitsparende Lösung. Sogar das Abkratzen der alten Tapete können Sie sich damit sparen.

 
Mineralputz © djd/Knauf Bauprodukte
Gebrauchsfertige Mineralputze sparen Zeit, sind dabei wohngesund und auch optisch attraktiv

Ganz gleich, wie sorgfältig die Planung für den Neubau auch war, am Ende läuft erfahrungsgemäß häufig doch die Zeit davon. Die alte Wohnung ist zu einem Fixtermin gekündigt, die Umzugskartons stapeln sich bereits und gleichzeitig sind im neuen Familiendomizil noch viele Handgriffe zu erledigen. Da ist jede Maßnahme willkommen, die Zeit und damit bares Geld spart.

Bei der Wandgestaltung etwa sind gebrauchsfertige Dekorputze echte Baubeschleuniger, die aus dem Rohbau schnell und einfach ein bezugsfähiges Zuhause machen. Die Materialien, mit denen sich Wände in Eigenregie ganz nach individuellen Wünschen gestalten lassen, bieten aber noch mehr Vorteile.

Mineralputz: Einfach mit der Rolle verputzen

Die Zeiten, als Putze eine geübte und fachkundige Hand beim Auftragen beispielsweise mit der Kelle erforderten, sind längst vorbei. Inzwischen lassen sich moderne Mineralputze sogar ganz einfach mit der Rolle auf die Wand bringen - das ist nicht komplizierter als das Auftragen von Dispersionsfarbe.

Zugleich spart man etwa mit Easyputz von Knauf gleich mehrere Arbeitsschritte ein, da mit dieser Lösung das Tapezieren und Streichen der Wände entfällt. Den Putz gibt es im klassischen Weiß, alternativ lässt er sich auch in vielen Trendtönen der "Compact Colors" einfärben. Erhältlich ist das Material in zwei unterschiedlichen Körnungen in ausgewählten Bau- und Heimwerkermärkten.

Für die individuelle Farbgebung der Putze steht eine ganze Reihe von Trendfarben zur Auswahl

Mit dem Mineralputz kann sich der Heimwerker das lästige Abkratzen von festsitzenden Tapetenschichten, die etwa der Vormieter hinterlassen hat, ersparen. Stattdessen reicht eine Grundierung aus, um anschließend direkt auf die alten Tapeten verputzen zu können.

Das Material wird einfach mit der Rolle verteilt und spart damit jede Menge Zeit beim Renovieren. Ein neues Tapezieren der Wand etwa würde viel mehr Zeit in Anspruch nehmen - die man gerade bei einem Wohnungswechsel meist nicht hat.

Mineralputz: Pflegeleicht, robust und atmungsaktiv

Neben der Zeitersparnis überzeugen Mineralputze aber auch optisch. Dank ihrer Struktur verleihen sie den Wänden einen dreidimensionalen Effekt und mehr optische Tiefe. Dabei sind sie gleichzeitig deutlich robuster als so manche Tapete.

Viele Mineralputze sind auch abriebfest. Schmutz lässt sich also ganz einfach abreiben, damit ist er auch für stark genutzte Bereiche wie das Treppenhaus, das Bad, die Küche oder das Kinderzimmer sehr gut geeignet.

Gerade in einem neuen Haus sind vielen zudem ökologische und gesundheitliche Aspekte sehr wichtig. In diesem Zusammenhang gut zu wissen: Mineralputze sind atmungsaktiv, wirken somit regulierend auf die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen und können zudem Schimmel vorbeugen. Außerdem ist das Material frei von Lösungsmitteln sowie chemischen Verbindungen.

Mineralputz "Easyputz" auftragen: Anleitung

  1. Lot ausrichten© Selbermachen

    Lot ausrichten

    Damit die weißen Streifen wirklich gerade verlaufen, die Bahnen mit dem Lot ausrichten und mit dem Bleistift markieren. Dann die rechteckigen Felder, die später mit dem Rollputz ausgefüllt werden sollen, mit einem glatten 5 cm breiten Malerkrepp (Typ „Classic“ von Tesa) abkleben. Wir haben hier die knapp deckenhohen Felder mit einer Breite von 70 cm angelegt. Dieses Maß ergab sich aus der regelmäßigen Teilung der Raumbreite, kann aber je nach Wandabmessung und Geschmack variiert werden. Wird später dann das Malerband entfernt, so ist an diesen Stellen wieder die helle Ursprungswand sichtbar. Sollten Sie andere Töne von Streifen und verputzter Wand bevorzugen, ist jede Farbkombination möglich.
  2. Sperrgrund auftragen© Selbermachen

    Sperrgrund auftragen

    Nun wird der Sperrgrund aufgetragen. Er dient zur Regulierung des Saugverhaltens, besonders auf vorhandener Tapete, und gewährleistet obendrein eine optimale Verarbeitung sowie Strukturierung des Putzes. Sollten Sie als Untergrund etwa eine Mustertapete besitzen, so empfehlen wir Ihnen, den Sperrgrund noch zusätzlich einzufärben, um ein Durchschlagen der Muster zu verhindern.
  3. Putz verrühren© Selbermachen

    Putz verrühren

    Jetzt den Putz mit einer Bohrmaschine und einem Rührquirl so lange aufrühren, bis er eine cremige Konsistenz hat
  4. Farbpigmente hinzufügen© Selbermachen

    Farbpigmente hinzufügen

    Mit den Farbpigmenten „Compact Colors“, die in 2- und 6-g-Packungen erhältlich sind, wird der Putz im entsprechenden Farbton eingefärbt. Dazu Putz und Farbpigmente mindestens eine Minute lang aufrühren, bis der Putz gut durchgefärbt ist. Anschließend den Putz in einen sauberen Eimer umschütten und noch einmal durchrühren.
  5. Putz auftragen© Selbermachen

    Putz auftragen

    Der Putzauftrag erfolgt jeweils pro Feld und stets nur auf so großen Flächen, dass man sie noch in feuchtem Zustand strukturieren kann.
  6. Pinsel-Struktur© Selbermachen

    Pinsel-Struktur

    Der feuchte Rollputz kann mit dem Finishpinsel oder mit der Finishrolle strukturiert werden.
  7. Klebeband abziehen© Selbermachen

    Klebeband abziehen

    Das Malerkreppband wird nach etwa zwei Stunden von der noch feuchten Wand entfernt.

Lesen Sie hier weiter: Wände mit Dekorputz oder Lehmputz gestalten - die Alternative zum Tapezieren.

Fotos: 
djd/Knauf Bauprodukte
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