Renovierung

Badezimmer sanieren – die 3 besten Stile

Wer die Chance hat, im Rahmen eines Neubaus oder einer Sanierung sein Bad komplett neu zu gestalten, kann sich einmal diese Vorschläge ansehen und sich inspirieren lassen. Denn fernab von der klassischen weiße-kleine-Kacheln Gestaltung warten innovative Ideen darauf, das Badezimmer zu einem Wohlfühlort zu machen.

 
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Neues Design für das alte Bad

Bevor man mit der Planung für sein Bad beginnt, sollte man die grundsätzlichen Fragen klären: Ist man mit der Größe und Lage des Raums zufrieden, und falls nein, lässt er sich verlegen? Gibt es Tageslicht und ist das Fenster groß genug? Passen die unentbehrlichen Haushaltsgeräte wie Waschmaschine und Trockner mit in den Raum, oder müssen sie in einem separaten Hauswirtschaftsraum untergebracht werden?

Welchen Stil Sie am Ende umsetzen, hängt einerseits vom persönlichen Geschmack und andererseits von den räumlichen Gegebenheiten ab. In jedem Fall sollten Sie die Chance nutzen, durch moderne Haustechnik dauerhaft Energie sparen zu können. In einem kleinen Raum sollten helle, lichte Farben und zartes Mobiliar zum Einsatz kommen, ist der Raum groß genug, darf es gerne Holz all-over sein. Beginnen wir gleich mit dieser Variante, einer modernen Interpretation des Landhausstils.
 

Große Liebe Holz: Landhaus im Badezimmer

Der Landhausstil kann einerseits rustikal, andererseits feminin und zart interpretiert werden. Kennzeichnend ist in jedem Fall die Verwendung von massivem Holz, das für ein unvergleichliches Raumklima sorgt und beim Betreten des Badezimmers gleich ein wohliges Gefühl vermittelt. Es gibt zahlreiche, für den Nassraum geeignete Hölzer, zum Beispiel Eiche (wunderbar auch als helles Holz einsetzbar) oder Walnuss, dessen warme, rötliche Farbe einen rustikalen Look perfekt unterstreicht.

Natürlich kann der Boden mit massiven Holzdielen ausgestattet werden, bei deren Behandlung äußerste Umsicht walten sollte, damit sie auf Dauer den Einflüssen im Feuchtraum standhalten können. Zum rustikalen Stil harmoniert ein Waschtisch aus einer Massivholzplatte perfekt, die sogar noch ihre Baumkante haben darf. Das bedeutet, dass die Kante in ihrem ursprünglichen Zustand belassen wird und sich teilweise sogar noch Rinde daran findet. Die Form einer solchen Platte kann schön organisch geschwungen sein, die Baumkanten gibt es in verschiedene Dicken.

Wer offene Balken in seinem Badezimmer hat, kann sich glücklich schätzen – vielleicht lassen sie sich im Rahmen der Modernisierung freilegen? Ansonsten kann die Decke auch mit Holz verkleidet werden, was bei einer gewissen Raumhöhe am besten aussieht. Ergänzen lässt sich der rustikale Stil entweder mit Accessoires im Shabby Chic, mit warmen Erdtönen oder, als Kontrastprogramm, mit einer kühlen, weißen Einrichtung.

Der Shabby Chic setzt auf absichtlich gealterte, unperfekte Möbel und Accessoires, die kreativ eingesetzt werden können. So wird eine alte, verglaste Tür, an deren Rahmen der weiße Lack absplittert, zu einem originellen Raumteiler. Gegenstände aus weißer Emaille, bei denen kleine Roststellen ein gewolltes Detail sind, runden das Bild ab.

Ein ganz anderer Charme zeigt sich in Kombination mit modernem Interieur in hochglänzendem Weiß, das dem rauen und warmen Holz schicke Highlights entgegensetzt. Ein schöner Bogen wird geschlagen, wenn Wanne, Waschtisch und Armaturen runde, organische Formen zeigen, ein großer Kontrast entsteht durch den Einsatz moderner, eher kantiger Badaccessoires.

 

Schick und modern im monochromen Look

Den Begriff „monochrom“ assoziieren wir unwillkürlich mit alten Schwarz-Weiß-Fotos, die durch ihre Tiefenwirkung und die starken Kontraste faszinieren, die von Meistern ihres Fachs auf Film gebannt wurden. Genau in diese Richtung spielen unsere Vorschläge. Monochromatisch bedeutet wörtlich, eine einfarbige Ton-in-Ton-Gestaltung einzusetzen. Wir wollen hier einen Blick auf die Möglichkeiten mit den sogenannten „Nichtfarben“: Schwarz, Weiß, Grau und Beige werfen.

Das Schöne an diesen Farbtönen ist, dass sie ein harmonisches und gleichzeitig elegantes Ambiente erschaffen, in dem sich Geist und Körper perfekt entspannen können. Die monochromen Töne wirken beruhigend, die farblose Gestaltung führt uns zielsicher wieder zu uns selbst. Sie ist der perfekte Kontrast zu einer Welt, deren Reize uns tagtäglich überfluten.

Bei einer anregenden Gestaltung sollten sie nicht auf eine gleichförmige, farbliche Gestaltung setzen, sondern lieber mit starken Kontrasten arbeiten. Dafür wählen Sie eine große Fläche aus, die den dunkelsten Farbton trägt. Das kann etwa der Boden oder die Decke sein. Dieser dunkelste Ton findet sich nun in kleinen Details wie dem Rahmen des Spiegels, in den Armaturen oder Accessoires wieder, während die anderen, kleineren Flächen in passenden, helleren Tönen gehalten werden, etwa Weiß und Grau. In einem solchen Ambiente kommt eine hochglänzende Wanne perfekt zur Geltung. Wer mag, arbeitet mit passenden Mustern wie Schachbrettmuster, Streifen oder Chevron, die sich in Textilien oder etwa in der Wandgestaltung wiederfinden können.
 

Adieu, weißes Bad – Farbe ist Trumpf

Bei der Gestaltung eines farbigen Badezimmers muss keine Zurückhaltung geübt werden – leben Sie sich nach Herzenslust aus und greifen Sie tief in den Farbtopf. Auch hier gilt: Eine monochrome Ton-in-Ton Gestaltung wirkt beruhigend, starke Kontraste regen an und wirken lebendig.

Wählen Sie eine Lieblingsfarbe aus. Aktuell liegen Pastelltöne voll im Trend, die auch bei großflächigem Einsatz harmonisch wirken. Ob Rose, Pistazie oder Vanille, Sie haben die Wahl, ob Sie neue Fliesen an die Wand und auf den Boden bringen, vorhandene Fliesen streichen oder, bei einem niedrigen Fliesenspiegel in einem passenden, neutralen Ton, die Farbe einfach direkt an die Wand (und Decke) bringen. Die größte Fläche des Raumes wird komplett in der Wunschfarbe gestaltet, Möbel, Armaturen und andere Details dürfen dann Kontraste setzen. Hier ein paar Anregungen:

Rosa ist eine warme, harmonisierende Farbe. Verschiedene, gedeckte Rosatöne kommen in Kombination mit Grau und Weiß ganz groß raus. Dazu passt verschiedenes Flechtwerk und elegante Marmorfliesen sowie kleine Details in Gold oder Minze.

Das Braun von heute hat mit den 70er Jahre Farbtönen nichts mehr zu tun, sondern es kommt elegant und in kühlen Nuancen daher. Am attraktivsten wirkt ein solcher Ton, wenn er in einem lebendig aussehenden Kalkputz an die Wand gebracht wird. Den perfekten Kontrast bilden schwarze Accessoires und messingfarbene Details.

Ein Gefühl wie unter Wasser bekommt man in einem Bad, das von Tönen wie Minze, Türkis und Pistazie dominiert wird. Deren frische Ausstrahlung wird durch eine blendend weiße Wanne und silberne Details unterstrichen.

Gelb und zitronig, so sieht das Bad eines Optimisten aus, der schon mit guter Laune in den Tag startet. Kombiniert wird hier am schönsten mit hellem Holz und Fliesen in Creme.

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