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Upcycling: Das steckt hinter dem Trend

Der Begriff Upcycling kommt aus dem Englischen und setzt sich aus „up“ (hoch) und “recycling“ (Wiederverwertung) zusammen. Der Trend ist aus der DIY-Welt nicht mehr wegzudenken. Wir zeigen Ihnen kreative Upcycling-Ideen und was Sie alles upcyclen können.

 
Upcycling: Das steckt hinter dem Trend © Pixabay

Auf Pinterest, Facebook und Instagram tummeln sich Ideen, die von selbstgebauten Bewässerungsssystemen aus PET-Flaschen bis hin zu Grills und Beistelltischen aus Öltonnen reichen. Zahlreiche Interior- und Modedesigner haben sich der Herausforderung verschrieben, Schönes und Nützliches aus Plastik-, Metall- und Papiermüll zu schaffen.

Was bedeutet Upcycling?

Upcycling bezeichnet eine Technik, bei der man aus scheinbar nutzlosen Gegenständen und gebrauchten Materialien neuwertige Produkte schafft. Im Gegensatz zur Technik des Downcycling, zudem auch das Recyceln gehört, wird das Material nicht zerstört um etwas Minderwertiges zu schaffen, sondern aufgewertet. Ausgangsmaterialien werden repariert und optisch verändert. Häufig kombiniert man dabei unterschiedliche Materialien und schafft auf diesem Weg neue Gegenstände. 

Immer noch landen jeden Tag tausende Tonnen Plastik auf Müllhalden und im Ozean. 

Verbindet man Upcycling in Deutschland mit einem Trend der hippen DIY-Szene, ist Upcycling in Entwicklungsländern eine lebensnotwendige Praxis. So werden aus Plastikflaschen, Gummireifen und Kartonagen die auf Müllhalden gelagert werden, Hütten, Möbel und Schuhe gefertigt. Aus Gummi-Reifen lassen sich schöne Beistelltische und Hocker bauen. Aus PET-Flaschen kann man zum Beispiel Lampenschirme, Pflanzenschutz, Ordnungselemente oder sogar einen Weihnachtsbaum basteln.

Dass sich auch in der westlichen Welt ein zunehmendes Bewusstsein für nachhaltigen Lebensstil entwickelt, zeigt nicht nur der Trend aus Altem etwas Neues machen zu wollen, sondern auch, dass Upcycling zunehmend aktiv in der Wirtschaft zum Einsatz kommt. So gibt es Start-Ups, die sich auf die Zweckentfremdung und Aufwertung gebrauchter Gegenstände spezialisiert haben. Ein Beispiel ist das Start-Up BEANS. Aus alten Jeans und Büchern stellt das Unternehmen seit 2016 Brillenfassungen her. Vor allem in der Design-Szene sind Upcycling-Produkte zunehmend beliebter.
 

Was lässt sich „upcyceln“? Eine Materialliste als Inspiration

Es gibt eigentlich kaum ein Material oder einen Gegenstand, den man nicht upcyclen könnte. Trotzdem fehlen häufig die Ideen und Gebrauchtes wandert doch in den Müll. Wir haben Ihnen deshalb eine Liste an haushaltsüblichen Materialien mit den passenden Upcycling-Ideen zusammengestellt. Lassen Sie sich zu kreativen Upcycling-Ideen und zum Selberbauen inspirieren:

 

Holzreste Beistell-Tisch, Girlanden, Aufbewahrung, Loungemöbel, Hocker, Eierbecher, Kratzbaum, Tablett, Couch-Tabletttisch, Lampen, Garderobe, Zeitschriftenhalter, Kinderschaukel, Schmuck-Organizer, Stifte-Halter, Bilderrahmen, Messer-Block, Spielzeug-Auto, Frühstücks- und Schneidebrettchen
 
Plastikflaschen Beet, Mini-Treibhaus, Schnecken-Schutz, Vertikales Beet, Deko, Lampenschirme
 
Kleidung Teppich aus Wollpullis, Handschuhe, Kissen, Handtaschen, Federmäppchen, Werkzeugbutler, Steppdecke
 
Einweggläser, Flaschen Raumtrenner, Seifenspender, Blumenvasen, Aufbewahrung für Gewürze, Büro-Organizer, Lampen, Sukkulententopf, Teelicht, Kerzenständer
 
Vinyl (Schallplatten, Kassetten) Schalen, Zeitschriftenhalter, Lampen, Notizbuch, Organizer, Beistelltisch, Vasen, Raumtrenner
 
Tontöpfe, Porzellan Lampen, Vogelbad, Kerzen, Tontöpfe und Geschirr mit Farbe neugestalten, Mosaik, Windspiel
 
Kartonagen, Papier Geschenkverpackungen, Carrerabahn, Puppenhaus, Modulares Regal, Spielehaus, Kaufmannsladen, Organizer, Zeitschriftenhalter, Spielzeugflughafen, Regal, Kommode, Puppenmöbel
 

 

Natalie Grolig
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